
Unser "Live to Love Alle Wesen"
Unsere Hilfe für die Wesen auf La Palma (Kanarische Inseln)
Nachdem wir nun eine gemeinnützige Stiftung gegründet haben, möchten wir von der kleinen Kanareninsel La Palma aus über einige unserer Erfahrungen, Aktivitäten und Visionen auf dieser Website berichten.
Wir hatten uns vor ca. 20 Jahren entschlossen, auf dieser kleinen Insel mit etwas über 80.000 Einwohnern zu leben, wegen ihres guten Ganzjahresklimas, wegen der freundlichen und hilfsbereiten Bevölkerung, wegen ihrer Naturschönheiten und Naturvielfalt und vor allem wegen der unverschmutzten und unbelasteten Atmosphäre. Dies schien eine weise Entscheidung bei unserem Wunsch, die eigenen schädlichen Einflüsse auf die Umwelt zu minimieren. Weniger Autofahren und keinerlei Heizung werden hier benötigt. Die benötigte Energie für Strom und warmes Wasser kann sehr effizient durch Sonnen- und Windenergie erzeugt werden.

Obwohl sich die Leute hier gegenseitig wirklich noch helfen, ihre Früchte und Gemüse traditionell ohne Geld den Nachbarn und sogar Touristen schenken, mussten wir doch lernen, dass ihre Haltung zu Tieren bei den eigenen manchmal sogar liebevoll ist, allgemein werden die Tiere jedoch als Objekte gesehen, mit denen man Handel treibt, die benutzt und sogar missbraucht werden, ganz nach Belieben ihres „Besitzers“. Tiere werden benutzt zum Geld verdienen durch etwa Hundezucht, Kauf und Verkauf wie jede andere Ware, sie werden getötet und gegessen. Junge Welpen werden Kindern oft zu Weihnachten geschenkt und dann einige Monate später ausgesetzt, wenn der Familie klar wird, dass die Kinder doch nicht so verantwortungsbewusst sind. Kinder sehen Tiere oft als Spielzeug und vernachlässigen ihre Bedürfnisse. Die Erwachsenen mögen die zusätzliche Arbeit, die Kosten und den Schmutz nicht und so werden viele Hunde hier einfach ausgesetzt. Dann rennen sie hilflos auf den Strassen herum, werden oft von Autofahrern getötet oder auch vergiftet. Einige, vor allem Jagdhunde, werden gequält und unter sehr schlechten Bedingungen gehalten. Die letzte offizielle Politik ist, freie Hunde in Fallen einzufangen und dann zu töten, da einige Ziegenhirten behaupten, viele hunderte Ziegen seien durch streunende Hunde getötet worden und Geld von der EU dafür erhalten. Zumindest die Zahlen sind äußerst zweifelhaft.
Daher nahmen wir seit Beginn unseres Lebens hier ausgesetzte Hunde mit zu uns, um ihnen in unserer wachsenden Familie von Wesen ein Zuhause zu geben. Aber wir konnten nicht alle behalten und so versuchten wir, auch zu deutschen Tierhelfern Kontakte aufzubauen, die sie dann auch eine Weile in Pension aufnahmen, bis eine neue Familie für sie gefunden werden konnte. Aber nicht nur Hunde, wir retteten an unserem ersten Wohnort auf La Palma auch 2 Esel, die bereits aufgegeben waren, und dann noch viele Jahre bei uns leben durften: die alte Mona wurde kurz angebunden in einem Stall hinterlassen, in dem hinten der Mist schon einen halben Meter hoch war; und Platero, der aufgegeben wurde, da er eine Mauer heruntergestürzt war und sich die Wirbelsäule gebrochen hatte. Nachdem die Anzahl an Hunden angewachsen war, hatten wir ein schockierendes Erlebnis: 4 Hunde wurden mit präpariertem Fleisch vergiftet. Dies veranlasste uns, unser Haus zu verkaufen und dafür ein riesiges, ca. 30 Hektar grosses, eingezäuntes Grundstück in einer entlegenen, naturbelassenen und wunderschönen Gegend der Insel (Küste von Las Tricias, Garafia) zu kaufen, das vom Meer bis auf ca. 500 m Höhe sich über mehrere Kilometer erstreckt. Ideal für die Tiere, genug Futter für unsere Esel und Pferde, aber es gab nur eine alte Ruine mitten drin, ohne Fahrweg dahin, ohne Wasser und ohne Elektrizität, nur ein Fusspfad führte durch. Also mussten wir auch das Nachbargrundstück mit ca. 11 Hektar und 2 verlassenen Garagen darauf dazu kaufen, wo wir zu wohnen begannen, um die Garagen in Wohn- und Schlafhaus zu verwandeln und die Ruine zu renovieren, die jetzt als „Casa Platero“ an Touristen vermietet wird.
Hier konnten wir noch viele Tiere mehr adoptieren und ernähren, Pferde, Esel und viele Hunde. Unsere erste Eselin Mona starb hier im Alter von ca. 45 Jahren nach einer langen Leidensperiode mit Rückenproblemen. Sie fiel häufig hin und konnte gegen Ende ihres Lebens nicht mehr alleine aufstehen und so musste ich sie jeden Tag auf dem riesigen Gelände suchen und ihr wieder aufzustehen helfen. Schliesslich zäunten wir ein kleineres Stück Land ein und bauten einen weiteren Stall darin, wo sie beschützter war. Platero starb nach einem schrecklichen Waldbrand im Jahr 2000, der ein Viertel der Inselfläche und den Grossteil unseres Landes abbrannte. Kein Tier verbrannte. Wir mussten die Pferde und Esel freilassen und sie konnten sich selbst retten, während wir 16 Hunde schon in 2 Autos zur Flucht „gestaut“ hatten, da wir glaubten, unser Haus nicht mehr retten zu können. Im letzten Moment kamen Nachbarn zu Hilfe und wir schlugen gemeinsam mit Ginster Zweigen auf die Flammen ein und konnten so Hunde, Katze, Häuser und Autos vor den Flammen bewahren. Die Temperatur in dieser Hölle war über 50 Grad. Platero jedoch starb leider am nächsten Tag an einer Rauchvergiftung. Jetzt haben wir noch 4 Esel, ein Pferd, 20 Hunde (es waren auch schon 26 Hunde), ein Kater, unzählige Hasen, Ratten und Mäuse, Vögel aller Art, auch Eulen und Fledermäuse… Wir haben 4 getrennte Hundegruppen, da nicht alle miteinander klarkommen. 12 Hunde schlafen mit uns im Schlafhaus, die Polstermöbel im Wohnhaus sind immer von vielen Hunden belegt, sodass Besucher nicht wissen, wo sie sitzen können.

Wir töten keine Tiere. Die meisten Leute verstehen das nicht und sagen uns, wir sollten die leidenden Tiere „erlösen“. Aber wir denken, was sie meinen ist, dass sie selbst nicht fähig wären, ein leidendes Tier bis zum natürlichen Tod zu begleiten und sie würden gerne selbst „erlöst“ werden von der Konfrontation mit dem Sterbeprozess, indem sie ihren treuen Begleitern eine tödliche Spritze geben. Wir erzählen unseren Tieren, was sie während des Sterbens und danach in den Bardos erleben werden. Wir versuchen, sie gut auf das Klare Licht vorzubereiten und ermutigen sie, alle Anhaftungen gehen zu lassen und sich in das Klare Licht Buddha Amitabhas aufzulösen. Wir erzählen ihnen auch, keine Angst zu haben vor den erschreckenden Schemen und Erfahrungen im Bardo, sie als Reflektion des eigenen Geistes zu erkennen und wir sagen ihnen, dass, wenn sie einen neuen Körper und eine neue Geburt annehmen müssen, sie einen wählen sollten, der es ihnen ermöglicht, allen Wesen zum Wohle zu dienen. Wir sind bei ihnen, wenn sie sterben, machen Phowa und lesen ihnen danach jeden Tag die Anweisungen aus dem Bardo Thödol (Tibetisches Totenbuch). Diese Praxis für Tiere anzuwenden mag kontrovers gesehen werden, aber wir wissen und haben erfahren, dass sie verstehen und es funktioniert. Es ist ausserdem eine gute Praxis für uns.
Es ist unser Wunsch, dass unsere Arbeit, Tieren und allen Wesen zu helfen, auf unserem Land nach unserem Tod weitergehen mögen; und von nun an möchten wir uns der Welt öffnen und mehr Leute mit einbeziehen, die unsere „Live to Love alle Wesen“ Aktivitäten unterstützen und helfen möchten.
Deshalb haben wir die Stiftung „Drukpa, Fundación Canaria“ (noch in Gründungsphase) ins Leben gerufen. Ihr Sinn und Zweck ist, menschliche Werte des Mitgefühls und der Liebe einer größeren Öffentlichkeit zu verbreiten. Es ist „Live to Love“, sich allen Wesen in Not anzunehmen, ein harmonisches, tolerantes und friedliches Zusammenleben ALLER zu propagieren, ganz gleich welche Spezies, Rasse, Hautfarbe, Religion, Kultur etc., die Natur und die Umwelt zu respektieren und ihr nicht zu schaden, nicht destruktive und regenerative Energien wie Solar- Wasser- oder Windenergien aktiv zu nutzen, sie voranzutreiben und zu produzieren. Wir vertreten auch ein gesundes Leben, nicht destruktiv für einen selbst oder für andere. Das bedeutet vegetarische Ernährung, keine Drogen und keinen Alkohol zum Beispiel. Spirituelle Bestrebungen und Aktivitäten wie Meditation und andere Praktiken, die Weisheit, Liebe und Mitgefühl anstreben und benutzen, sollen die Methoden zur Erlangung wahrhaftigen Glücks, von Gleichmut und eines friedlichen Geistes sein.
Aktionsplan für „Drukpa, Fundación Canaria“:
Alles ist möglich, selbst wenn nur noch wenig Zeit bleibt. LIVE TO LOVE !
• Unsere Vision bezüglich Energieproduktion und Verbrauch ist, eine autosuffiziente Energieproduktion mit 100% regenerativen Energien zunächst auf dieser Insel aufzubauen, was sich aber weiter auf die Welt ausdehnen soll, wo immer möglich. Aufgrund unseres sonnigen Wetters während des ganzen Jahres, der konstanten Passatwinde und der Wellen im Atlantik sollte die Umsetzung in Verbindung mit modernen Technologien, finanziellen Ressourcen, dem Bewusstsein der Bevölkerung und dem guten Willen der Verantwortlichen möglich sein. Unser Ziel ist, dass diese Bedingungen zusammenkommen mögen. Aber auf lange Sicht soll dies nicht nur die elektrische Energieproduktion beinhalten, sondern die vollständige Unabhängigkeit vom Öl und von fossilen Energieformen ermöglichen. Autos, LKWs, Boote, Busse und hoffentlich auch Flugzeuge sollten durch 0%-Emission Wasserstoff-elektrischen Antriebseinheiten betrieben werden (Plug-In Hybride). Der Wasserstoff Treibstoff soll aus 100% regenerativen Energien lokal erzeugt werden. Es ist unsere Pflicht, Bewusstsein, Forschung, Technologie und Installationen dafür zu schaffen, um diese Vision Realität werden zu lassen. Dies wird nicht nur unserer Umwelt und den Lebensbedingungen für alle Wesen helfen. Es wird definitiv helfen, Kriege und nukleare Zerstörung zu verhindern, die aus den knapper werdenden und endenden Ölressourcen in Verbindung mit dem Egoismus und der Ignoranz von uns Menschen und unserer politischen und wirtschlaftlichen Führer resultieren, wenn es so weitergeht, wie bisher.





